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Was ist Brazilian Jiu-Jitsu?

Jiu-Jitsu is the science and art of control that leads to submission.

Jiu-Jitsu ist die Wissenschaft und Kunst der Kontrolle, die zur Aufgabe [des Gegners] führt.

John Danaher

Brazilian Jiu-Jitsu, kurz BJJ, ist eine Kampsportart, welche sich aus dem Judo heraus entwickelt hat. Anfang des 20. Jahrhunderts reiste der Kodokan Judo Schwarzgurt Mitsuyo Maeda nach Brasilien und lehrte dort einigen Brasilianern das Judo. Maeda sprach jedoch von Jiu-Jitsu, vermutlich weil er auch andere Techniken als die vom Kodokan verbreiteten unterrichtete und weil Judo selbst wiederum aus dem japanischen Jiu-Jitsu, der Kampfkunst der Samurai entstanden ist. Bekanntheit erreichte Jiu-Jitsu in Brasilien insbesondere durch sogenannte Vale Tudo Kämpfe, bei denen Vertreter verschiedener Stile gegeneinander antraten.

Insbesondere die Brüder Helio und Carlos Gracie waren aktive Teilnehmer und Promoter dieser Kämpfe und verholfen Jiu-Jitsu somit zu mehr Bekanntheit. Es stellte sich heraus, dass insbesondere die Techniken im Bodenkampf geeignet waren, um einen Kampf erfolgreich zu beenden und so spezialisierten sich die brasilianischen Jiu-Jitsu Kämpfer darauf den Kampf so schnell wie möglich auf den Boden zu verlagern und dort durch Schläge oder Aufgabegriffe den Sieg zu erringen.

Anfang der 90er Jahre, begann die Gracie Familie den Stil erfolgreich als „Gracie Jiu-Jitsu“ zu vermarkten, indem Mitglieder der Familie bei Mixed Martial Arts (MMA) Kämpfen in Japan (Pride FC) und den USA (UFC) antraten und dort beeindruckende Siege gegen Vertreter anderer Stile erringen konnten. Da es sich bei dem Namen „Gracie Jiu-Jitsu“ um eine geschützte Marke handelte, konnte dieser Begriff jedoch nicht von anderen Brasilianern genutzt werden, welche ebenfalls den gleichen Stil unterrichten wollten. Also etablierte sich alternativ der Begriff Brazilian Jiu-Jitsu.

Seitdem hat sich Brazilian Jiu-Jitsu auch abseits vom MMA zu einer eigenen, wachsenden Sportart mit Wettkämpfen in verschiedensten Formaten entwickelt. Grundsätzliches Merkmal bleibt, dass der wesentliche Teil eines Kampfes am Boden stattfindet und das die Kämpfer versuchen, den jeweils anderen Kämpfer zu kontrollieren und durch verschiedenen Hebel- und Würgetechniken zur Aufgabe zu bringen.

Weitere Informationen findest du u.a. auf Wikipedia oder in der folgende Dokumentation, in der viele moderne Ikonen des Brazilian Jiu-Jitsu zu Wort kommen.

Benötige ich einen Gi um an meinem ersten BJJ Training teilzunehmen?

Nein. Wenn du einen Gi hast (z.B. aus dem Judo, Aikido, Karate oder ähnliches) dann bring ihn bitte zum BJJ Training mit. Ansonsten zieh dir einfach ein T-Shirt und eine Sporthose an und komm vorbei. Wenn wir No-Gi trainineren benötigst du sowieso keinen Gi.

Muss ich sonst noch irgendetwas mitbringen?

Bring dir ausreichend zu trinken mit (1-2 Liter Wasser). Wenn du einen Mundschutz hast, bring ihn gerne mit.

Muss ich fit sein oder Vorerfahrungen in anderen Kampfsportarten haben?

Nein. Jeder kann nach seinen eigenen Fähigkeiten trainieren. Wenn du nicht besonders fit bist, wirst du es wahrscheinlich werden, wenn du regelmäßig kommst. Wenn du keine Vorerfahrungen hast, so wirst du bei uns Schritt für Schritt alles notwendige lernen.

Wie läuft ein Training normalerweise ab?

Eine Trainingseinheit dauert ca. 1,5 Stunden. Komm am besten 10 Minuten vorher vorbei um dich umzuziehen. Wir beginnen mit einer kurzen Erwärmung in der wir sportspezifische Bewegungen durchführen. Anschließend werden verschiedene Techniken gezeigt, die die Teilnehmer partnerweise üben. Ein elementare Teil jeder Trainingseinheit ist das Sparring, bei dem die Technik gegen einen sich wehrenden Partner geübt wird. Dabei nehmen wir aufeinander Rücksicht und berücksichtigen Gewicht, Geschlecht und Erfahrungsgrad, damit jeder gesund und möglichst mit großem Lernerfolg das Training beendet.

Gibt es eine spezielle Etiquette, Traditionen oder Regeln die ich kennen muss?

Im BJJ geht es sehr locker zu. Das Training soll Spaß machen, Sprechen und Lachen ist erlaubt und gern gesehen (soweit es die anderen Trainingspartner nicht beim Training behindert). Wer zu spät kommt hat vermutlich einen Grund dafür und nimmt teil, sobald er kann und wird nicht dafür bestraft. Der Trainer ist kein Meister und nicht unfehlbar, sondern eben derjenige, der das Training leitet. Als solcher muss er nicht wie ein Heiliger behandelt werden, aber seine Anweisungen sollten insofern befolgt werden, als dass sie ein gutes Training für alle ermöglichen. Nach dem Training kann gerne mit den anderen Teilnehmern noch etwas auf der Matte gequatscht oder gerollt werden. Wichtigstes Gebot ist der gegenseitige Respekt. Wer andere mutwillig verletzt, beleidigt oder sich ohne nachvollziehbarem Grund weigert mit bestimmten Trainingspartnern zu trainieren, wird des Trainings verwiesen. Zum gegenseitigen Respekt gehört auch eine saubere Trainingskleidung, geschnittene Finger- und Fußnägel und regelmäßige Körperhygiene.

Du hast weitere Fragen, die wir nicht beantwortet haben? Dann richte dich bitte direkt an uns.